Highlights 2017

Sommerfahrt ins Burgenland

Das Theater ist für ihn wie Religion

Förderpreis der Theaterfreunde Regensburg

Schauspieler Michel Heuberger wird geehrt

Danksagung Michael Heuberger

Kulturreise der Theaterfreunde nach Malta


Highlights History: - 2017 | - 2016 | - 2015 | - 2014 | - 2013 | - 2012 | - 2011 |


Fahrt ins Burgenlandstern

Die Theaterfreunde machten sich auf zu einer erlebnisreichen Fahrt ins Burgenland. Die 1. Station war das Kloster Melk. Abends ging es ab Mörbisch mit dem Schiff zu einem wunderschönen Abend bei südlichen Temperaturen hinaus auf den Neusiedler See. Der Grill wurde an Bord angeheizt und ein "Mulatsag" serviert: Gegrilltes, Brot, Wein und Musik. Am nächsten Tag besichtigten wir Schloss Esterhazy.

Ein Höhepunkt war der Besuch der Oper "Rigoletto" im Steinbruch in St. Margarethen. Hendrik Müller, den wir aus diversen Inszenierungen am Theater Regensburg kennen, ist künstlerischer Produktionsleiter. Er erläuterte die Produktion und gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen. Damit wurde deutlich, wie komplex eine solche Produktion ist. Wahre Theaterfreunde lassen sich auch durch Regen nicht vom Kunstgenuss abhalten. Wir sahen eine tolle Inszenierung in einem einmaligen Ambiente.

Ein weiterer Höhepunkt am nächsten Tag war das Picknickkonzert im Haydnsaal des Klosters Esterhazy in Eisenstadt. Das Orchester Haydn Philharmonie spielte Werke von Haydn, Mozart, Weiner, Gershwin. Als Stargast trat die herausragende Klarinettistin Sharon Kam auf.

In der Pause wanderten wir mit dem Picknickkorb in den mittlerweile wieder von der Sonne beschienenen Park des Schlosses und freuten uns über die Entspannung in dieser schönen Umgebung. Und schon war wieder eine abwechslungsreiche Fahrt der Theaterfreunde zu Ende. (Judith Grieshaber)

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Das Theater ist für ihn wie Religionsternsternstern

Michael Heuberger erhielt den Förderpreis der Theaterfreunde. Er bedankte sich mit einer Lesung aus dem Werk von Dario Fo.
Von Peter Geiger, MZ, 23. Juli 2017 18:29 Uhr

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Michael Heuberger ist nicht nur Komödiant mit Leib und Seele – als Träger des Förderpreises der Theaterfreunde Regensburg hält er auch die Commedia dell'arte, die Clowns-Nase und die Maskerade hoch!
Foto: Geiger

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Yiu Iwata, Satoni Nishi und Tomasz Skweres (von links) umrahmten den Festakt.
Foto: Geiger

Regensburg."Angst, pure Angst. Ach, wenn man das nur abschaffen könnte!" Nein, man möchte es ihm gar nicht glauben, diesem Michael Heuberger. Dass er, der seit 1986 auf der Bühne steht und in diesen 31 Jahren in ungezählten Rollen am Theater Regensburg brillierte, dass er wirklich nervös sein könnte und so was wie Angst verspürt. Noch dazu an diesem Freitagabend im Konzertsaal des Hauses der Musik, an dem ihm der Förderpreis der Theaterfreunde Regensburg überreicht wird? Da sollte er tatsächlich unter Lampenfieber leiden? Oder handelt es sich nur um eine besonders geschickte Strategie des Schauspielers?
Um den Privatmann Michael Heuberger, der ja schließlich heute auch ausgezeichnet werden soll, mit einer schützenden Teflon-Schicht zu umhüllen? Aber vielleicht ist das ja auch nur eine Art von Aufwärmübung, ein geschicktes Ritual, während er sein Konvolut noch einmal ordnet und sich hineinplaudert in diesen Abend. Und ankündigt, wie das ist, wenn man sich vorbereitet hat und sich tagelang selbst verschwörerisch zuraunt, dass das schon werde und dass doch alles in bester Ordnung sei. Aber irgendwann, kurz vorm Auftritt, da gäbe es dann diesen bitteren Moment der Selbsterkenntnis. Da schwinde das vermeintlich Gesicherte dahin. Und im Kopf ertönt der verzweifelte Monolog: "Alles weg. Weg! Das geht gar nicht! Das wird nichts!"

Intellektuelle Hitze
Zweierlei transportiert Michael Heuberger mit diesem fulminanten Einstieg in seinen Abend: dass er sich neben seiner ureigenen Darsteller-Kunst auch auf dramaturgische Kniffe versteht. Und aufs Regieführen. Dass er weiß, dass es darum geht, Spannungsbögen so ausgreifend wie möglich zu gestalten. Und damit das Tastenfeld der Klaviatur, die einem Bühnenmenschen zur Verfügung steht, in ihrer gesamten Bandbreite zu nutzen.
Das Publikum gerät noch viel mehr in Wallung, wenn es vorher ordentlich in Eis gebadet wird. Bei der Erzeugung intellektueller Hitze freilich verschreibt sich der Geehrte an diesem Sommerabend ganz und gar dem "Kleinen Handbuch des Schauspielers", verfasst von Literaturnobelpreisträger Dario Fo. Der im letzten Jahr 90-jährig verstorbene Norditaliener war nicht nur Autor, sondern auch das, was man einen Theoretiker des Theaters nennt. Aber einer, der seine Skepsis und sein Ketzertum stets hinter der Clownsmaske verbarg. Und dementsprechend würzig und süffig agierte, wenn er das beschrieb, was das Theater im Innersten ausmacht und zusammenhält.
Für Michael Heuberger ist die Entscheidung für die italienische Theater-Variante eine Herzensangelegenheit: Seine Frau Laura, die gemeinsam mit den beiden Töchtern Francesca und Clara im Publikum sitzt, ist mütterlicherseits Neapolitanerin. Damit also ist die Bewunderung, die er Dario Fo und auch der Tradition der Commedia dell'arte entgegen bringt, noch viel naheliegender und einleuchtender.
Setzt er sodann die rote Nase auf und gibt den Boccaccione, das Großmaul, dessen Auftrag es ist, das Publikum anzumachen, dann ist Michael Heuberger in seinem Element. Und schafft es offenbar auch spielend, den denkbar größten Opponenten im Publikum, Bischof Rudolf Voderholzer, ein kräftiges Lachen abzugewinnen.

Einen Preis muss man aufessen
Jedenfalls spendet der Glaubensmann kräftig Applaus, wenn Michael Heuberger sich auf die Idee von Dario Fo beruft, dass ein Preis nicht nur mit Freuden geerntet und entgegengenommen sein will – sondern dass man ihn anschließend aufessen müsse! So, als wär's die Heilige Kommunion! Wann und wie, das weiß er zwar noch nicht. Aber irgendwann im Herbst, kündigt er dem Publikum schon mal an, werde es zu dieser Einverleibung kommen. Und beschließt diesen fulminanten Abend nach rund 80 Minuten Spiel und Vortrag mit dem Satz: "Theater ist so wichtig wie Religion!"
Reaktionen

Musiker brillierten
Nachdem die Pianistin Satoni Nishi einleitend Alban Bergs "Klaviersonate Op.1" dargeboten hatte, brillierten anschließend Geigerin Yiu Iwata und Cellist Tomasz Skweres zu dritt mit Haydns "Zigeunertrio". Michael Heuberger lobte anschließend nicht nur die Transparenz des Dargebotenen, sondern delektierte sich auch an der "Japanisch-polonesischen Hungarik".

"Demokratisches Verfahren"
Christine Schafberger von den Theaterfreunden Regensburg freute sich sichtlich über den Ausgang der Wahl, die Michael Heuberger "in einem Verfahren, das so demokratisch wie möglich war", zum Förderpreisträger bestimmte. Gleichzeitig aber ließ sie es sich nicht nehmen, auch an den Zweitplatzierten Benno Schulz einen Blumenstrauß zu überreichen.


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theaterfreunde!sternsternstern

heubergerDer Förderpreis der Theaterfreunde Regensburg geht dieses Jahr an den hoch geschätzten Schauspieler Michael Heuberger, der die Theaterbesucher seit 30 Jahren in vielen verschiedenen Rollen erfreut hat.

Seit 1986, also seit über 30 Jahren gehört der Schauspieler Michael Heuberger dem Regensburger Schauspielensemble an. In über 120 Rollen war er in dieser Zeit auf den verschiedenen Bühnen des Regensburger Theaters zu sehen. Neben vielen anderen Figuren aus der Theaterliteratur zählen besonders "Dorfrichter Adam" in "Der zerbrochne Krug", "Salieri" in "Amadeus", "Heinrich Krull" in "Die Kassette", "Malvolio" in "Was ihr wollt" oder der "Boandlkramer" im "Brandner Kaspar" zu seinen herausragenden Rollengestaltungen. Auch Rollen des Kinder- und Jugendtheaters wie der "Räuber Hotzenplotz" sowie im Musiktheater der "Dindon" in "La Cage aux Folles" bleiben in Erinnerung.

Zudem war Michael Heuberger Gründer und Leiter des "Coccodrillo Theater", das nicht zuletzt als Wegbereiter für die heutige Sparte "Junges Theater" am Theater Regensburg galt.
Für seinen König "Kreon" in der Medea-Fassung von Nino Haratischwili erhielt Michael Heuberger bereits 2010 den Preis der Bayerischen Theatertage für herausragende Schauspielleistung.

Nun haben Sie die Mitglieder der Theaterfreunde Regensburg e.V. ihm für seine künstlerischen Leistungen den Theaterpreis 2017 verliehen. Wir gratulieren ihm ganz herzlich.

Die Preisverleihung fand am 21. Juli um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Hauses der Musik statt
und wurde von Satomi Nishi (Piano) sowie Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters der Stadt Regensburg und dem Preisträger selbst künstlerisch gestaltet.

Den Sonderpreis erhält Benno Schulz, der durch seine vielfältigen Rollen auf sich aufmerksam machte. Auch ihm einen herzlichen Glückwunsch
Mit den besten Grüßen im Namen des Vorstandes Ihre Ursula Michalke


Schauspieler Michael Heuberger wird geehrtsternsternstern
REGENSBURG. MZ 07.07.2017
heuberger

Der Förderpreis der Theaterfreunde
Regensburg geht in diesem
Jahr an Schauspieler Michael
Heuberger, der seit über 30 Jahren dem
Regensburger Schauspielensemble angehört.
In über 120 Rollenwar er in
dieser Zeit auf den verschiedenen Bühnen des
Regensburger Theaters zu sehen.
Auch Rollendes Kinder- und Jugendtheaters
wie der "Räuber Hotzenplotz"
sowie im Musiktheater der
"Dindon" in "La Cage aux Folles" blieben
in Erinnerung. Zudem gründete
und leitete Heuberger das Coccodrillo
Theater, das als Wegbereiter für die
heutige Sparte Junges Theater am Theater
Regensburg gilt.

--> Michael Heuberger Foto: Jochen Quast

 


Betreff: Theaterpreissternsternstern

Liebe Uschi, liebe Theaterfreunde,

vielen Dank. Es ist mir eine große Ehre, diesen Preis verliehen zu bekommen.

Die Treue von Dir, von Ihnen allen weiß ich sehr zu schätzen. Vielleicht kann ich in den kommenden Jahren künstlerisch und menschlich etwas von dieser Treue erwidern.

Für einen künstlerischen Beitrag zur Preisverleihung werde ich mit Vergnügen sorgen. Ebenso freue ich mich auch schon ganz besonders auf den Fontane-Abend im Januar.

Vielen herzlichen Dank an Sie alle!

Ihr Michael Heuberger

nishi


Kulturreise nach Maltasternsternstern

Die Theaterfreunde verbrachten eine Woche auf der sonnigen, frühlingshaften Insel Malta.
Bei einer Stadtführung durch Valetta sowie einem Besuch der Orte Rabat und Mdina kamen sie der langen Geschichte der Insel näher.
Ein ganztägiger Ausflug auf die Insel Gozo zeigte die Schönheiten dieser kleinen Insel.

Natürlich durfte ein Theaterbesuch nicht fehlen. Nach einer Führung durch das Teatru Manoel zeigte der junge Pianist Boban Mirkovski sein ganzes Können am Klavier mit klassischen und zeitgenössischen Werken von Schostakowitsch, Schumann, Liszt, Chatschaturjan, Imeri. Eine kurzweilige Woche mit interessanten Eindrücken!


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